MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dipl.-Bauing. Dietmar Landmann
Keine Chance für Müßiggang
Fußball-Trainer
09573 Augustusburg
Auf alles, was erreicht wurde, kann er stolz sein und ist es neben allen Aktivitäten unbestritten auf seine Rodelbahn. Auf einfachem Gelände entstand ein Tourismuszentrum der Extraklasse.
Aus harter Arbeit, Sport und Engagement wuchs eine beeindruckende Karriere, wobei Dietmar Landmann, geboren am 10.01.1939 in Chemnitz, in jede einzelne Perle seines Schaffens ein Großmaß an Freude projizierte und kleine wie große Vorhaben – auch beruflich – als Hobby betrachtete.
Während seiner Schulzeit übernahm der Vater 1949 in Selbstständigkeit ein Baugeschäft, weswegen der Junior nicht die Oberschule besuchen durfte. Seinen Weg ging er dennoch, ergriff bei der Bau Union eine Lehre zum Maurer, legte über Abendschule die mittlere Reife ab und wurde zum Studium an die Fachschule Glauchau delegiert. Ab 1960 meisterte er die Praxis als Bauingenieur am Chemiekombinat Bitterfeld. Durch Zusammenarbeit der Chemiebetriebe konnte er 1965 zur Fettchemie Karl-Marx-Stadt wechseln und übernahm Aufgaben in Projektierung und Bauleitung. Hier lernte er auch seine spätere Ehefrau Ingrid kennen. Seit 1966 sind sie verheiratet. Ab 1965 widmete er sich an der TU Dresden einem Fernstudium und beendete es 1973 diplomiert. 1968 übernahm er eine Tätigkeit als Technischer Revisor sowie Projektaufgaben und Bauleitung bei der Bank für Land und NGW in Karl-Marx-Stadt unter anderem Projekt- und Bauleitung beim Bau eines Ferien- und Erholungsheimes in Antonshöhe, jetzt Seniorenheim.
1978 wechselte er zur VolgB, war für eigene Investitionen und Zusatzproduktion (Baustoffe wie Hohlblocksteine, Gehwegplatten u. ä.) sowie den Bau von Lohnmostanlagen verantwortlich. Zehn Jahre später nahm er eine Tätigkeit bei der Fluidtechnik Erdmannsdorf auf (Bau von Produktionshallen und EFH). Eine letzte Profession führte 1990 zur Baufirma Loose GmbH, die Herr Landmann 2003 als Pensionär verließ, dem Müßiggang jedoch keine Chance einräumte.
Er spielt Fußball. Schon als Kind begann Mannschaftssport auf der Wiese, mit 17 gehörte er der 1. Männermannschaft Augustusburg an und stieg in die Bezirksklasse und -liga auf.
Selbst wenn der Akademiker auswärts arbeitete, war er zu jedem Spiel zur Stelle, wechselte 1976 zur SG Adelsberg in Karl-Marx-Stadt als Spieler und übernahm 1986 die Mannschaft als Trainer. Über die Stationen BSG, TVK (jetzt Blau-Weiß Chemnitz) landete er als Trainer in Erdmannsdorf und war maßgeblich bei der Vereinigung von Erdmannsdorf und Augustusburg zur Eintracht Erdmannsdorf/Augustusburg beteiligt, übernahm später im Jugendbereich verschiedener Altersklassen (A- und B-Junioren) und hat nicht die geringste Lust aufzuhören, obwohl andere Projekte gleichsam interessieren.
1998 erwarb er mit elf anderen Verfechtern die Sommerrodelbahn, die aus nur einer Bahn und zwei Holzhütten bestand.
Später taten sich fünf Teilhaber der GbR zu einer GmbH zusammen, investierten viel, vor allem Arbeit, ohne auch nur einen Cent zu verdienen.
Gewachsen ist eine moderne Tourismusattraktion – das Augustusburger Freizeitzentrum Rosts Wiesen. Skihang, Rodelbahn, Gaststätte mit regelmäßigen Tanzveranstaltungen, Kinderspielplatz und überaus beliebter Biergarten locken Besucher, nicht selten auch Ehefrau Ingrid, drei Kinder wie fünf Enkelkinder, und die Familie macht sich schöne Tage auf „Rosts Wiesen“.