MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Roland Labud

„Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut.“ Eduard Mörike

Roland Labud

Inhaber Firma LABUD Karl-Marx-Str. 51 06774 Muldestausee OT Mühlbeck

Der 1961 in Wolfen geborene Ronald Labud wäre gerne Bäcker geworden. Doch als die Lehrstellensuche begann und eine solche in der Heimat nicht verfügbar war, entschied er sich um. Er lernte nach Abschluss der 10. Klasse in der Filmfabrik Wolfen Instandhaltungsmechaniker, arbeitete als solcher in den Folgejahren – unterbrochen von seiner Dienstverpflichtung bei Bereitschaftspolizei. Gerne hätte er sich weiter entwickelt und studiert. Doch diese Chance erhielt er nicht und begründet das mit der fehlenden Bereitschaft der Kampfgruppe oder der Partei beizutreten. Er nahm betrieblich mögliche Qualifikationen wahr, verrichtete seine Arbeit, heiratete 1984 Ehefrau Ines (Speditionskauffrau) und freute sich 1987 über die Geburt von Sohn Marcel (Mechatroniker). Vielleicht wäre es noch Jahre so weitergegangen, doch die Wende veränderte die Gegebenheiten. Die fehlende Perspektive der Filmfabrik veranlasste Ronald Labud zu kündigen und sich neu zu orientieren. Doch auch im Chemiekombinat Bitterfeld, in das er wechselte, standen kurz darauf Kurzarbeit und 0-Stunden-Arbeit an. Die indessen möglichen und intensivierten Kontakte zu einem Verwandten in Wolfburg erschlossen neue Perspektiven. Dieser selbstständige Unternehmer war im Bereich Bauelemente aktiv, machte Ronald Labud mit den Angeboten der Firma „Hörmann Tore, Türen, Zagen, Antriebe“ vertraut und half bei den ersten Schritten für die eigene Firmengründung. Unvorstellbar waren die Möglichkeiten, die er schlussfolgern konnte. Ungeahnt, welche Risiken sich auch damit verbinden würden. Und so startete Ronald Labun Ende 1991 mit Begeisterung und Materialtransport West-Ost im Trabant sein Unternehmen. „Die Leute standen hier Schlange“, erinnert er sich und auch daran, dass das Geschäft im Laufe der Zeit vorwärts ging, aber auch rückwärts oder gar stagnierend verlief. Das wirtschaftliche Risiko wurde erst später klar und auch, dass es Menschen gab, die Leistung in Anspruch nahmen, ohne sie je zu bezahlen. Der Mann, der zu DDR-Zeiten Getriebemotoren selber baute, bastelte und werkelte, um fehlendes oder nicht reparables zu ersetzen, schaffte es seine Firma aufzubauen und erfolgreich am Markt zu etablieren. 2010 wurde zum kritischen Jahr, als ein Auftraggeber wissentlich umfassende Leistungen anforderte in der Absicht diese nie zu bezahlen, das auch realisierte und als juristisch tätiger Mensch zudem dafür sorgte, nie dafür belangt werden zu können. Eine bittere und vor allem teure Erfahrung für den Unternehmer Ronald Labud. Insofern hatte er es im Anschluss schwer, seinem Motto: „Man sollte arbeiten um zu leben und nicht umgekehrt“ treu beleiben zu können, denn durch diesen wirtschaftlichen Verlust musste er die Firma erst einmal hindurch führen. Eine intakte Familie und die lange Begleitung durch seine beiden Berner Sennhunde haben ihm immer ausgleichende Freude und Zuversicht gegeben. Urlaub ist die große Freude und Kraftquell für seine täglichen Aufgaben, die er noch lange gesund und erfolgreich vollbringen möchte.
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