MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Susanne Köppen
Die älteste Apotheke Neubrandenburgs
Inhaberin der Urania-Apotheke
Apothekerin
Burgholzstr. 11
17034 Neubrandenburg
Fon: 0395 / 4691686
In der Ihlenfelder Vorstadt, um einiges vom Zentrum der Stadt Neubrandenburg entfernt, findet man die Älteste der Apotheken, die „Urania“. Es gibt viele größere, aber nur wenige mit so vielen treuen Stammkunden wie hier. Liebevoll werden sie von der Inhaberin Susanne Köppen und ihren Mitarbeiterinnen betreut.
Das kleine Haus, in dem sich die Apotheke befindet, ist auch das Heim der Inhaberin. Sie hat es im Jahre 1990 im Zuge der Firmengründung erworben. Natürlich hat es sich in den letzten Jahren äußerlich etwas verändert, denn die Apotheke wurde umgebaut und modernisiert, um den Ansprüchen an eine hochwertige und umfassende Versorgung der Kunden gerecht zu werden. In diesem Jahr 2013 kann Jubiläum gefeiert werden, denn die 1938 von Dr. Wilhelm Jensen gegründete Urania-Apotheke gibt es nun bereits ein Dreivierteljahrhundert. Wenn alles so verläuft, wie Susanne Köppen es sich wünscht, und ihre Tochter Christine - ebenfalls Apothekerin - die Apotheke übernimmt, könnte diese das volle Jahrhundert feiern. Aber die Entscheidung dazu steht noch aus, es lockt auch die gar nicht so weit entfernte Bundeshauptstadt Berlin. Ihr Sohn Stefan kommt als Apothekeninhaber nicht in Frage, er wählte die technische Laufbahn als Diplomingenieur für Verfahrenstechnik und promovierte bereits. Stolz klingt ihre Stimme, wenn sie über ihre Kinder spricht.
Eigentlich wollte Susanne Köppen früher Künstlerin werden und sich mit Architektur befassen, aber der Vater, der in Bützow eine staatliche Apotheke führte, brachte sie dann doch zur Pharmazie. Den Lehrerberuf ihrer Mutter wollte sie nicht ergreifen, hat aber dennoch viel Jahre zukünftige, junge Apotheker-Fachkräfte an der Berufsschule in Waren ausgebildet.
Gern erinnert sie sich an die Zeit als Vorsitzende der Prüfungskommission des Bezirkes und Mitglieds der Berufsfachkommission der DDR, denn diese Arbeit hat ihr viel Freude bereitet.
Wenn Susanne Köppen ihre Urania- Apotheke übergeben hat, wird sie sich nicht ganz zurückziehen, sondern der Tochter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber sie möchte auch Lesen und klassische Musik ohne Stress genießen, vielleicht auch malen. Sie kann sich auch vorstellen, im Pflegeheim bedürftigen Menschen vorzulesen, ihnen etwas Geborgenheit und Wärme zu geben.