MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rainer Benkert
Beschäftigung ist die beste Medizin für den „Holzmann“
Elsteruferweg 20
08525 Plauen
Fon: 03741 / 525991
Er liebt seinen großen Garten und den Wald. Am liebsten sägt Rainer Benkert aus Plauen im Vogtland Holz und genießt dabei die frische Waldluft. Beschäftigung ist die beste Medizin im Alter, erklärt der „Holzmann“, der von 1962-1998 mit seiner Eveline verheiratet war. Sie starb Heiligabend 1998 im Alter von erst 54 Jahren. Beide haben 1963 ihren einzigen Sohn Jens (Agrotechniker) bekommen, der mit seiner Familie in Plauen lebt. Rainer Benkert hat einen erwachsenen Enkelsohn (35 Jahre). Geboren 1942 im Dorf Pöhl, an dessen Stelle sich längst die gleichnamige bekannte Talsperre befindet, ist Rainer Benkert als Einzelkind aufgewachsen. Seine Eltern arbeiteten in einer Gießerei. Acht Jahre besuchte Rainer die Grundschule in Pöhl (1948-1956), danach die Erweiterte Oberschule in Plauen. Dort machte der gebürtige Vogtländer 1960 sein Abitur. Danach ging er zwei Jahre zur Nationalen Volksarmee (NVA) und trat dann eine Lehre im Großhandel für Lebensmittel, Obst und Gemüse an. An der Fachschule für Binnenhandel Dresden, Außenstelle Karl-Marx-Stadt, absolvierte Rainer Benkert ein Fernstudium (1963-1967) zum Ökonom. Er arbeitete als Fahrer, Dispatcher, Disponent und schließlich Abteilungsleiter. Im Zuge der Umstrukturierung im Großhandel hatte es Rainer Benkert bis zum Betriebsteilleiter in Plauen gebracht, wo er bis 1982 eingesetzt war. Sein Betriebsteil gehörte zum Bereich OGS Auerbach (Obst, Gemüse, Speisekartoffeln). In der LPG Pflanzenproduktion Mechelgrün übernahm der Plauener die Kartoffelstrecke, wurde Produktionsleiter, später Vorsitzender der LPG Tier- und Pflanzenproduktion in Oberlosa. Nach der Wende erfolgte die Umwandlung in eine Agrargenossenschaft, in der Rainer Benkert von 1989-2002 blieb, bevor er mit 60 Jahren in Rente ging. Heute ist er stolz auf seinen beruflichen Werdegang, den er stets mit Pflichtbewusstsein, Ordnung und Disziplin ausübte. Zudem zählt der Ökonom Pünktlichkeit und Sauberkeit auf, die als deutsche Tugenden für ihn immer Priorität hatten. „Ich hatte in meiner Jugend gute Lehrer“, hebt Rainer Benkert hervor. Vorbild war ihm aber vor allem sein Vater Kurt, der ihm beibrachte, stets geradlinig durchs Leben zu gehen. Jagte er früher dem runden Leder bei Traktor Pöhl nach, so schaut er Fußball nur noch im Fernsehen an. Zur Tradition zählt Rainer Benkert seinen Stammtisch mit Gartennachbarn von einst. Mit ihnen trifft er sich in der Regel einmal in der Woche. Ansonsten will der passionierte Naturfreund vor allem gesund bleiben. Denn er hat bereits eine Tumorkrankheit überstanden. Gern erinnert er sich an schöne und erlebnisreiche Reisen nach Tschechien, Österreich und Norwegen.