MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Rosemarie Berg

Das Glück kam etwas später

Rosemarie Berg

Ehemalige Stenophonotypistin und Sekretärin
Demminer Str. 39

17034 Neubrandenburg
 

Rosemarie Berg war gerade mal fünf Jahre jung, als ihre Eltern 1955 wegen der Arbeit und Wohnung vom kleinen mecklenburgischen Ort Gramelow nach Neubrandenburg zogen. Der Vater war Polizist, später Busfahrer. Die Mutter blieb wegen ihrer sieben Kinder erst einmal zu Hause, arbeitete dann als Telefonistin und Köchin in einer Gaststätte. Nach der 8. Klasse wollte Rosemarie Berg Friseurin werden, denn sie mag den Umgang mit Menschen. „Durch Zufall konnte ich 1965 eine Lehre zur Stenophonotypistin in einem Neubrandenburger Reisebüro absolvieren. Der Abschluss der 10. Klasse im Fach Deutsch war in der Ausbildung mit drin, die Mathematik-Prüfungen für die Klasse 10 holte ich nach“, sagt Rosemarie Berg stolz. Zwei Jahre arbeitete sie im Reisebüro. 1970 fing sie beim Rat der Stadt Neubrandenburg in der Abteilung Wohnungswesen als Sekretärin an. „Da lernte ich viele Familienschicksale kennen. Durch Eingaben und Beschwerden erfuhr ich eine Menge von der Wohnungsnot der Leute hier. Ich habe aber auch die Entwicklung von Neubrandenburg mitbekommen, sah Betriebe, die sich ansiedelten.“ Im Herbst 1989 wechselte die gebürtige Mecklenburgerin zu einer Wohnungsbaugenossenschaft. Dort war sie bis August 2010 als Sekretärin im Vorstand beschäftigt, ging dann in den (Un)Ruhestand. Ausdauer und Geduld sind Rosemarie Bergs Stärken. Hinterhältigkeit ärgert sie. Geborgenheit, Liebe und Heimat ist für sie Glück. Am liebsten ist sie mit Ehemann Manfred, einem Maschinenbauingenieur, Sohn Kristian, Kfz.-Mechaniker von Beruf, mit den sieben Enkelkindern und einem Urenkel zusammen. Der älteste Sohn René verstarb bereits. Nachdem Rosemarie Bergs erste Ehe zerbrach, gab ihr Manfred Mut und Zuversicht, so dass aus einem ruhigen und schüchternen Mädchen eine selbstbewusste Frau wurde. Viel Unterstützung erhielt sie aber auch von den Eltern, Schwiegereltern und von Loni Nordmann, einer ehemaligen Kollegin, mit der sie bis heute noch freundschaftlich verbunden ist. Von 1974 bis 1992 verbrachten die Bergs den Urlaub immer an einem See, waren Dauercamper. Eine Tradition, die Rosemarie Berg von ihren Eltern übernommen hatte. Jetzt bleibt ihr mehr Zeit für Arbeiten im Haus und Garten, für das Lesen eines guten Buches. Ihr größter Wunsch ist, irgendwann eine schöne Schiffsreise zu unternehmen. Und Träume sind bekanntlich dafür da, um sie wahr zu machen.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz