MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karlheinz Berg

Ein Mann aus bestem Holz

Karlheinz Berg

Stellmacher
Rentner
Ketschendorfer Weg 69
12683 Berlin

Das solide Handwerk war sein Leben, das Holz das Lebensmittel seines Berufs. 1937 wurde Karlheinz Berg in Pasewalk geboren. Die Volksschule hat er besucht (1944/52), die Lehre bei einem privaten Stellmacher absolviert. Hier lernte er Kutschen zu bauen, Kremser, Wagen für die Jagd. Nach Abschluss der Lehre 1955 blieb er noch sechs Monate, dann wechselte er zu LPG „12. Juli“ in Brietzig, fing als Betriebshandwerker an, konnte jedoch die Erfahrungen seiner Ausbildung beim Bau von großen vierspännigen Ackerwagen weiter nutzen. Dazu gab es Arbeiten an Gebäuden für die Tierintensivhaltung, für die Hühnerfarm, Baracken. Für den Wechsel nach Berlin acht Jahre später benötigte er einen Beschluss der LPG-Vollversammlung und die Freigabe vom Rat des Kreises, letztere hat er bis heute nicht. Nun baute er als Zimmermann das Zementwerk in Rüdersdorf mit auf, wechselte, oft mit der ganzen Brigade vom IHB (Industriehochbau) zur Kurt Sacht AG und wieder zurück, wurde stellvertretender Brigadier und blieb beim IHB, nun zum VEB gewandelt, bis 1979, baute im Auftrag des Ministerrates, der Gewerkschaft und sogar für Erich Honecker persönlich eine Schiffsliegehalle. Die geschlossene Brigade ging dann zur Humboldt-Universität, Karlheinz Berg wurde zum Brigadier. Die Hörsäle waren umzubauen, die Tierklinik zu restaurieren. Als Betriebshandwerker der Abteilung Technik kam zur Arbeit mit dem Holz bei Rüstarbeiten und Schachtbau das Eisen. Als Brigadier wechselte er 1991 noch einmal in einen neuen, nun privaten Betrieb. Dachstühle, Dachböden waren nun das Arbeitsgebiet. Die Arbeit mit dem Werkstoff Holz bestimmte auch den häuslichen Bereich. Basteln, das Aufarbeiten von alten Möbeln, das Spinnrad, von der Schwiegermutter zur Frau überkommen, war zu warten und zu pflegen, das Spinnen, von Karlheinz Berg erlernt und als Fähigkeit inzwischen an den Sohn weitergegeben, als Kunst auszuüben. Am Haus für den Sohn hat er entscheidend mitgebaut. Zusammen mit seiner Ehefrau, seit 1959 an seiner Seite, sind Haustiere (Hühner, Kaninchen) und Gemüseanbau zu bewältigen. Der Siedlerverband, der Grundstücksverband erfordern seinen Einsatz. Trotzdem bleibt Zeit für Reisen in die vielen nun auch für ihn offenen Länder.
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