MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dagmar Adamczyk

Quer durchs Land und quer durchs Leben

Dagmar Adamczyk

Textildruckerin
07570 Weida

70 abwechslungsreiche, wenngleich nicht immer einfache Jahre liegen hinter Dagmar Adamczyk. 1946 wurde sie Calbe/ Saale geboren. Ihre Mutter lernte sie nie kennen. Ihr Vater gab sie zehn Jahre ins Kinderheim, später lernte sie neue Schwiegermütter kennen (der Vater war insgesamt achtmal verheiratet). Durch die letzte Heirat des Vaters kam die Familie nach Weida. Hier in der thüringischen Kleinstadt schloss sie die Schule mit der 10. Klasse ab. Eine Lehre konnte sie beim VEB Modedruck Weida absolvieren, doch für die fertige Textildruckerin fand sich danach bei der Firma kein Arbeitsplatz. So begann sie beim VEB Wetron Weida, einer Firma für elektronische Geräte, in der Produktion, viele Zeit am Fließband, zuletzt als Brigadierin. Als der Betrieb nach 1990 keine Zukunft mehr hatte, startete sie in Bayreuth einen Neuanfang. In der dortigen Filiale der Imbisskette McDonald’s machte sie jahrelang fast ausschließlich Nachtschicht, arbeitete nebenbei noch in einem Lebensmittelgeschäft als Kassiererin, bis ihre Gesundheit nicht mehr mitspielte. Nun lebte sie zeitweise von Arbeitslosengeld II oder wirtschaftete mit ihrem damaligen Mann als Hausmeisterehepaar des Wohnblocks. Nach der Scheidung fing sie wieder bei McDonald’s an, die nächsten fünf Jahre in allen Schichten, bis ihre gesundheitlichen Probleme wieder in die Arbeitslosigkeit führten. Da nahm sie der ältere Sohn mit zu sich nach Limburg an der Lahn, doch Alt und Jung fanden auf Dauer kein gemeinsames Glück. Drei Jahre lebte sie in der Nähe ihrer Schwester im Harz. 2011 kehrte Dagmar Adamczyk nach Weida zurück, wo der Umgang mit früheren Bekannten und Kolleginnen ihr heutiges Leben bereichert. Aus ihren vier Ehen (alle geschieden) entstammen die beiden Söhne Jens und Mario. Ein Enkelsohn gehört zur Familie. Seit einem Jahr konnte sie sich einen Kleingarten zulegen, vom Kleingartenverein wurde sie als Kassiererin gewonnen, ist inzwischen stellvertretende Vereinsvorsitzende. Dazu engagiert sie sich bei den in bester Thüringischer Tradition stehenden Weidschen Kuchenfrauen, die in speziellen Kostümen den jährlich im September stattfindenden Weidschen Kuchenmarkt gestalten und auch in der Vorweihnachtszeit aktiv werden.
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