MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gisela und Günther Ahnert
Vereint durch Liebe und die gemeinsame Lebensleistung
Köchin und Trikotagennäherin i. R.
Schlosser i. R.
Wildenauer Straße 8
08237 Steinberg
Fon: 037462 / 7233
Gisela und Günther Ahnert führen nach Jahrzehnten noch immer eine harmonische Ehe, sind glücklich sich gegenseitig zu haben und sehen freud- und erwartungsvoll ihrem 60. Hochzeitstag – der Diamanthochzeit – im Jahre 2017 entgegen. Die gemeinsame Lebensleistung vereint und beruflich wie privat gaben beide stets alles.
Gisela Ahnert wurde am 28.11.1937 in Hinterhain geboren und wuchs in Wernesgrün auf. Trotz schlimmer Kriegserlebnisse ging sie ihren Weg, absolvierte bei den HO-Gaststätten Auerbach ihre Lehre zu Köchin und arbeitete im Gaststättenbereich.
Zugunsten besserer Arbeitszeiten begann sie an den Filztuchwerken als Spinnerin, schenkte ihren Kindern Annette, Thomas und Lutz das Leben und unterbrach für sie den beruflichen Weg. Den Wiedereinstieg fand sie beim VEB Wirkwaren Wernesgrün, unterzog sich einer weiteren Ausbildung zur Trikotagennäherin und arbeitete später als Zuschneiderin. Sich stets vervollkommnend, drückte Gisela Ahnert erneut die Schulbank, erklomm die Stufe der Produktionsleiterin „Wirkwaren“ und zeichnete verantwortlich für knapp 100 Mitarbeiter.
Lange, anstrengende Arbeitstage kompensierte sie dadurch, dass sie ihren Beruf immer auch als Hobby ansah. Die Wende war begleitet von Arbeitslosigkeit, aber natürlich suchte sie sich ein neues Betätigungsfeld und fand dieses im Heimtextilienvertrieb. 1997 wurde sie Rentnerin.
Ehemann Günther, geboren am 14.09.1933 in Glauchau, war als Sohn eines Lokomotivführers beeindruckt von diesem Metier. Einer Lehre zum Schlosser ließ er bei der Bahn eine Zweitausbildung zum Lokomotivschlosser folgen. Mit Umzug nach Eibenstock 1949 befuhr sein Vater dort mit einer Neigung von 50 Promille die steilste Eisenbahnstrecke in Sachsen.
Er selbst fand vorerst Arbeit bei der Wismut als Lehrhauer unter Tage in Johanngeorgenstadt, wechselte ein Jahr später in die Gießerei nach Schönheide und erreichte endlich sein lang angestrebtes Ziel. In der Reparaturwerkstatt Aue überholte er Güterwagen und Reisezüge und war somit wieder bei der Bahn angekommen, wohin er auch wollte.
Kürzere Arbeitswege veranlassten nochmals zum Umdenken. Günther Ahnert ging als Betriebsschlosser zur Exportbrauerei Wernesgrün, bildete sich weiter und erhielt den Abschluss als Facharbeiter für Kältetechnik. Mit der Wende begab er sich in den Vorruhestand, sprang jedoch noch sieben Jahre lang in der Heizungsfirma eines Bekannten ein, pflegt nun seine Hobbys und hofft, mit seiner Gisela noch viele schöne Jahre genießen zu dürfen.