MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Wolfgang Adler

Der Weg eines Kämpfers mit Willenkraft

Wolfgang Adler

Dalienweg 33
06116 Halle
Fon: 0345 / 5320379

Der 1943 geborene Wolfgang Adler verwirklichte nach dem Abitur seinen Berufswunsch, in dem er im Anschluss sofort sein Studium aufnahm, Bauingenieur für Straßenbau wurde. So zielgerichtet wie er seine berufliche Laufbahn begann, schritt er auch privat voran. 1964, 21 Jahre jung, heiratete er und auch wenn die Ehe nicht bis heute hielt. Wieder verheiratet, gibt es zwischen den beiden Frauen ein freundschaftliches Verhältnis. Mit seiner jetzigen Ehefrau feiert er 2015 Silberhochzeit. Er sagt von seiner Frau: „Gabriele (selbstständige Friseurmeisterin) ist das Beste, was mir passieren konnte“. Durch sie hat er heute auch Sohn Robert, der als Fliesenlegermeister in München arbeitet und lebt und mit dem er die Liebe zum FC Bayern teilt. Nach dem Studium arbeitete Wolfgang Adler als Bauleiter im Straßen- / Tiefbau in Bernburg und Halle, wechselte denn zum Natursteinkombinat Halle, Sitz Sennewitz. Eine gute Entscheidung, denn hier hatte er die Möglichkeit auf Entwicklung, avancierte vom Investbauleiter, über den Leiter der Investitionsabteilung bis hin zum Produktionsdirektor. In dieser Zeit absolvierte er ein 7-jähriges Fernstudium zum Dipl.-Ing. für Bauwesen. Als der Zusammenschluss vieler kleiner Firmen und PGHn zu einem großen Betrieb – dem VEB Kreisbaubetrieb – voranschritt, ernannte man ihn 1975 zum Betriebsdirektor. Parteibeschlüsse und Kreistagsbeschlüsse waren für ihn ab nun Grundlage für Entscheidung und Handeln, gesellschaftliche Aufgaben wie Kampfgruppenmitgliedschaft und Arbeit in der ABI (Arbeiter- und Bauern-Inspektion) zusätzliches Pflichtprogramm. „Das war damals so...,“ erzählt er von der Normalität dieser Dinge und auch davon, dass es andererseits genauso normal war, wie er vom Staat als Arbeiter- und Bauernkind gefördert und ausgebildet worden war, um überhaupt diese berufliche Karriere machen zu können. 1990 erlebte er die Wende und ihre Herausforderungen mit Mut und Risikobereitschaft. Von der Treuhand kaufte er „seinen“ Betrieb für mehrere Hunderttausend Mark und damit auch alle Altlasten und unökonomischen Tatsachen – ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. „Die Goldgräberzeiten“ waren schnell vorbei, fehlende Aufträge und immer schlechtere Zahlungsmoral sorgten für schlaflose Nächte und schließlich das Aus der GmbH. Wolfgang Adler resignierte nicht, führte seine Arbeit mit neu gegründeter Firma „Adler-Bau“, später „Adler-Bau GmbH“, bis 2008 fort. Auf Grund einer Erkrankung kam es zu einem Krankenhausaufenthalt mit anschließender Reha. Die Firma war plötzlich führungslos. Das wurde von einigen Kunden ausgenutzt und keine Rechnung mehr bezahlt. Die daraus resultierenden finanziellen Engpässe der GmbH erforderten rechtlich 2008 die Anmeldung der Insolvenz, um nicht der Insolvenzverschleppung bezichtigt zu werden. Wolfgang Adler stand das durch, konzentrierte sich darauf, gesundheitlich wieder ins Lot zu kommen. Indessen im Rentenalter suchte er keine neuen beruflichen Herausforderungen mehr. „Ich bin ein Kämpfer“, sagt er von sich und freut sich mit seiner Willenskraft auch die Krankheit überstanden zu haben. „Geht nicht, gibt’s nicht!“ ist sein Leitspruch und danach will er auch weiterhin sein Leben ausrichten. Die guten Vorsätze dafür fassen seine Frau und er jedes Jahr bei der Silvesterfeier auf Mallorca.
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