MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Elke Anders

„Guten Morgen Sonnenschein!“

Elke Anders

Müllerstr. 17
06774 Muldestausee OT Grobern
Fon: 034955 / 20948

„Ich weiß, was Pflichten sind“, berichtet die 1960, als Älteste von vier Geschwistern, geborene Elke Anders, als sie sich an die Kindheit, die kleine Landwirtschaft der Eltern und die dabei immer währenden Aufgabe auch für sie erinnert. Und doch war ihr Berufswunsch nicht durch diese Tätigkeiten beeinflusst. Sie wollte in ihrem Leben etwas mit Kindern machen, war ihr schon zeitig klar. So absolvierte sie unmittelbar nach Abschluss der 10. Klasse eine dreijährige Fachschulausbildung in Ballenstedt, schloss diese als Kindergärtnerin ab. 2014 blickt sie auf eine 35 Jahre lange Zeit als Erzieherin zurück, wovon sie 33 Jahre in Gossa aktiv ist. In diesem Jahr feierte die Einrichtung „Mutzikiepchen“, in der sie arbeitet, auch ihren 60. Geburtstag. Als Elke Anders – nach einer kurzen Zeit in einem Kindergarten in Gräfenhainichen – hier begann, betreute sie zuerst eine kleine Gruppe mit 18, danach eine mittlere mit 28 Kindern. Eine große Verantwortung für eine einzelne Erzieherin. Doch dabei blieb es nicht, denn bereits mit 29 Jahren erhielt sie ihre Berufung zur Kindergartenleiterin. „Schwimm oder ersauf“, umschreibt sie heute lachend ihre Gefühle von damals und erinnert daran, dass ihr die neue Aufgabe im September 1989 übertragen wurde und sich bereits im November desselben Jahres die politische Wende in der DDR vollzog. Während die Abteilung Volksbildung des Rates des Kreises von ihr noch Informationen zum Personal abforderte, wie Teilnahme an Monatsdemonstrationen, Engagement im „Neuen Forum“ usw., öffneten sich die Grenzen und alles was bisher richtig war, hatte seine Beständigkeit verloren. „Diese Zeit hat mich sehr geprägt“, berichtet Elke Anders. Sie beobachtete das Geschehen, versuchte Informationen zu erlangen, wie Kindereinrichtungen in den alten Bundesländern geführt werden und die Frage zu beantworten: „Was wird aus uns?“ Immer offen für Neues, gut abwägend, was sie voranbringen, was ihr schaden könnte, ging sie die neue Herausforderung an. Sie nutzte vielfältige Qualifizierungsangebote, absolvierte 1991–1992 die Weiterbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin nach Bundesdeutschem Recht, 2009 und 2010 ein Zusatzstudium für Leiter sozialpädagogischer Einrichtungen mit erfolgreichem Abschluss. Sie beschäftigte sich mit dem neuen Kinderbetreuungsgesetz, der Integration der Kinderkrippen in die Kindergärten, die Abwicklung der Horte – alles unter dem Aspekt den Eltern und den Kindern gerecht werden zu können. Die Kinderzahl der Einrichtung hat sich innerhalb dieser Wandlung von 36 (zu Beginn ihrer Arbeit in Gossa) auf 123 (August 2014) erhöht. Geplant, erweitert und gebaut wurde. Dabei auch selbst Hand angelegt und Eltern mobilisiert, um mit über 1000 Baustunden die ehemalige Grundschule in das heutige Objekt zu wandeln. Grundsatz ist, dass die Kinder mitbestimmen können, Erfahrungen mit jüngeren und älteren Kindern sammeln und damit große Sozialkompetenz entwickeln können. Die geltenden Normen und Regeln haben die Kinder selbst mit aufgestellt und halten sich entsprechend auch daran. Elke Anders sprüht förmlich, wenn sie von all dem berichtet und es entsteht der Eindruck hier wurde Berufung zum Beruf. Selbst hat sie mit ihrem Ehemann Mario zwei eigene Töchter großgezogen (Kathrin, geb. 1980 Diätologin und Nicole, geb. 1983 Doktorandin der Chemie) und freut sich über die beiden Enkel. Die Familie ist ihr wichtig und dass alle gesund bleiben ist ihr größter Wunsch.
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